Die Anschaffung ist teuer, der Betrieb oft günstiger als mit Gas oder Öl. Wie viel Sie im Jahr zahlen, hängt vor allem davon ab, wie effizient die Anlage läuft und was Sie für den Strom bezahlen.
Stand:
Durchschnittliche Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit 130 m² Wohnfläche nach Heizspiegel 2026.
| Abrechnungsjahr 2025 | Prognose 2026 | |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | 1.260 € | 1.300 € |
| Erdgas | 2.040 € | 1.930 € |
| Heizöl | 2.145 € | 2.745 € |
| Fernwärme | 2.040 € | 2.055 € |
| Holzpellets | 1.415 € | 1.740 € |
Quelle: Heizspiegel 2026, co2online, Pressemitteilung vom 22.09.2026. Ihre Kosten hängen von Haus, Verbrauch und Tarif ab.
Effizienz. Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom macht. Bei 3,4 – dem Mittel im Feldtest des Fraunhofer ISE – brauchen Sie für 17.000 kWh Wärme rund 5.000 kWh Strom. Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur macht die Wärmepumpe 2 bis 3 Prozent effizienter.
Strompreis. Viele Grundversorger bieten Wärmepumpentarife an, die einige Cent unter dem Haushaltsstrom liegen. Dafür braucht die Wärmepumpe meist einen eigenen Zähler (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz).
Eigener Solarstrom. Mit einer Photovoltaikanlage decken Sie einen Teil des Wärmepumpenstroms selbst – vor allem in der Übergangszeit und beim Warmwasser.
Für Wärmepumpen, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gegangen sind und mehr als 4,2 kW Anschlussleistung haben, gilt: Der Netzbetreiber darf den Strombezug bei drohender Überlastung vorübergehend auf 4,2 kW drosseln. Die Wärmepumpe läuft dann weiter, nur mit weniger Leistung. Im Gegenzug zahlen Sie weniger Netzentgelt (Bundesnetzagentur). Sie wählen eines von drei Modulen:
- Modul 1: pauschale Reduzierung, je nach Netzbetreiber etwa 110 bis 190 € im Jahr. Kein zusätzlicher Zähler nötig.
- Modul 2: Der Arbeitspreis des Netzentgelts sinkt um 60 Prozent. Dafür braucht die Wärmepumpe einen eigenen Zähler.
- Modul 3: zeitvariable Netzentgelte, nur zusammen mit Modul 1 und mit intelligentem Messsystem.
Bei geringem Verbrauch ist Modul 1 meist günstiger, bei hohem Verbrauch oft Modul 2 – sofern der zweite Zähler ohne teuren Umbau des Zählerschranks möglich ist (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz). Wir rechnen das mit Ihnen durch.
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